Julische Alpen - Friaul Day 8 / 2023

Freitag 02.06.2023 




07:00 Der Wecker klingelt. Es ist wieder soweit. Irgendwie drückt die Sonne ins Zelt. Tagsüber heiss und in der Nacht kühl. Also aufstehen, Zelt abbauen und packen. Um 08:30 geht es los mit Ziel Ljubljana.  Wir kommen an der ELAN Skimanufaktur vorbei. Die machen auch Schiffsrumpfe. Gar nicht gewusst. Wir fahren über den Loibl Pass ins Bundesland Kärnten. Nach gut einer Stunde halten wir an einem Restaurant an. Eine aufgegossene Kaffeepfütze. Wir fahren weiter.






Wir kommen nach Bad Eisenkappel und dort hat es eine Bäckerei, wo wir sündigen, als gäbe es kein Morgen mehr. Der Zuckerpegel steigt schier ins endlose.




Wir kommen über den Paulitschsattel in den Nationalpark Logarska Dolina und besuchen den Rinka Wasserfall. Wir müssen dazu etwa 500m den Berg hochlaufen. Der Rinka Wasserfall fällt etwa 90m in die Tiefe, unspektakulär, aber graziös. Nach einem spektakulären Drohnenflug schiessen wir ein paar Fotos und machen und auf den Rückweg um die Drohne fliegen zu lassen.

Also man muss sich das so vorstellen, dass wir 30km/h fahren und die Drohne entweder von hinten filmt, uns spektakulär überholt und dann das ganze auch noch von vorne. Und da Marc so eine hightech Taucherbrille mit Display anhat, hat er sich vermutlich etwas verschätzt und die Drohne saust etwa 5cm an meinem Helm vorbei, trifft das Gepäck und stürzt ohrenbetörend in das hohe Gras wo sie so explodiert, dass der Knall etwa 100km entfernt noch hörbar ist. Ja Ok, vielleicht war es nicht ganz so extrem aber die Drohne lag auf alle Fälle im Gras.





Zurück über den Paulitschsattel erreichen wir den Seebergsattel. Völlig desinteressiert nehmen wir zur Kenntnis, dass Marc's Tank eigentlich seit 10km Null Km Restreichweite anzeigt und auch sein Nervenkostüm deswegen auch bei Null liegt und die nächste Tanke hinter der Anhöhe liegt. Aber egal, es hat am Schluss dann doch noch gereicht.





Wir kommen in Ljubljana an und kämpfen uns bei 30 Grad durch's Verkehrschaos. Wir erreichen die bekannte Drachenbrücke, die völlig unspäktakulär ist. Aber egal, wir sind es der Tourismusentwicklung schuldig, dies hier wohlwollend zu erwähnen. Dann fahren wir mit der Kabelbahn zur Burg Ljubljana wo wir uns mittels Audioguide durch die Gänge schlängeln. Aber so richtig gut organisiert war die virtuelle Führung, die keine war leider nicht und rückblickend hätten wir den Eintrittspreis besser in je 4 Gin Tonics investiert. Aber Fehlinvestitionen gehören nun mal dazu. Und dann ertönt ein Sturmwarnungsalarm und es schüttet in Strömen. Langsam erwacht die Panik, dass unsere Kleider, die nicht allesamt wasserdicht gepackt sind, so richtig durchnässt sein könnten. Meinen Laptop mit eingeschlossen. Aber alles nicht so schlimm. Nichts passiert.

Wir suchen einen Campingplatz und finden den nördlich von Ljubljana. Zelt aufstellen und ab zum Chinesen, um regionale Leckereien zu geniessen ;-). Sehr feines Essen. Genügend Bier und ein Dessert runden den Tag ab.


So, und nun kommt der letzte Teil, wo die Protagonisten vorgestellt werden. Und nur noch ich bleibe übrig. Spicki - oder eben René Spickmann.


Es ist jetzt der 2. Juni 2023 und ich sitze nördlich von Ljubljana im Schneidersitz im Zelt. Als Tisch muss die Kleidertasche herhalten. Es ist 23:15, was sehr früh ist und es regnet. Manchmal stimmt die Temperatur und manchmal ist es 8 Grad. Etwas eng hier, aber egal. Was ich tue ? Ich schreibe Reiseblogs, habe diese Route schon vor Monaten recherchiert und geplant und schlage mir mit Texten und Bildern die Zeit um die Ohren. Wenn ein Blog früh fertig ist, ist es 23:30, spät 24:30 oder wenn das Internet mit mir auf Kriegsfuss ist, dann 01:15. Meist schnarcht es um diese Zeit 360 Grad um mich herum, aber ich tippe diese Zeilen mit Herzblut. Ich tue dies gerne, aber noch viel lieber fahre ich Motorrad und MTB. Neuerdings bin ich sogar im Reusstal-Gourmets Kochclub. Coole Sache. Hätte auch nie gedacht dass das mal so viel Spass macht.

Morgen dann gehts über einen 270km Finaltrip nach Graz, wo wir dann um ca. 23:00 den Autozug nach Feldkrich nehmen werden. Aber dazu morgen mehr. Dann folgt ein letzter Blog für diese Reise und wer weiss schon wo es nächstes Jahr hingeht.

Spicki


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