Julische Alpen - Friaul Day 5 / 2023
Die Sonne scheint ins Zelt und da wir neben der Toilettenanlage campierten, röhrt die Abluftanlage und die ersten Frühstaufsteher- Camper waschen ihr Geschirr.
09:00 Es geht los. Wir müssen tanken und 20km weiter finden wir in Kobarit eine solche Tanke. Aha, ein Tisch, der uns einlädt, platz zu nehmen. Es gibt Cappuccino aus dem Automaten und Sandwiches, alles gut. Etwa 30 Minuten später geht’s weiter nach Livek, wo wir auf die Slovenische Grenzkammstrasse abbiegen. Die Strasse ist 45km lang und führt uns abwechselnd nach Italien und zurück nach Slovenien. Wir kommen auch über Schotterstrassen, aber die sind sehr einfach zu fahren. Wir sind dann schon eher gröbere Herausforderungen gewöhnt, aber egal. Ausser am Schluss, da gings dann über einen Single Trail eine steile Passage hoch. Also auf dem Video schaut das super aus, nur glauben darf man nicht alles, was man hört oder sieht. Eventuell haben wir hier etwas geflunkert. :-)
Dann wollten wir auf den Aussichtspunkt Monte Sabotin fahren. Doch irgendwie ist die Strasse gesperrt und irgendwie funktioniert das nicht. Also alles umplanen und 13km Umweg in Kauf nehmen. Dann finden wir den richtigen Abzweiger und fahren auf ca. 609m hoch. Ein Panorama zum hinknien. Wäre es nicht so diesig, man könnte 100km weit sehen. Auf dem Monte Sabotin hat es eine Abwehrstellung im Fels, wo im ersten Weltkrieg gekämpft wurde. Das waren nach Sicht von Wikipedia wüste Kämpfe. Mann gegen Mann oder Mann gegen schwere Artillerie.
Wir fahren weiter zur Solkan Brücke. Die Brücke ist die grösste gemauerte Eisenbahnbogenbrücke der Welt. Die gesamtlänge ist 222m. Dort in der Nähe haben wir die weltbesten Hamburger gegessen. Es war eine coole und lockere Atmosphäre.
Über das Hinterland fahren wir über Fahrverbote offroad zur Höhlenburg Predjama. Leider geschlossen und so entscheiden wir, am nächsten Tag das Schloss zu besuchen. Aber dazu später mehr.
Wir haben beschlossen, am nächsten Tag ein paar Highlights zusammenzufassen und 2 Tage auf dem Camping zu bleiben. Zum einen ist das die Höhlenburg Predjama und zum anderen der Cernica See, der ein weltweites Naturwunder ist. Er verschwindet mal und dann kommt er wieder. Und dann wäre noch die Sache mit den 2 Königinnen. Es gibt nämlich nur zwei davon. Das eine ist die Königin der Berge, das wäre dann mein Motorrad, die BWM GS und zum anderen gibt es die Königin der Höhlen, die Höhle von Postojna. Das wird ein richtig fettes Highlight dieser Tour. Wenn das nur halb so schön ist wie auf den Bildern, dann übertrifft das schon schnell meine Erwartungen.
Mal schaun, aber morgen mehr. Nein, viel viel mehr. Morgen ist ein gestrafftes Programm.
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| Welch Ehre, wenn ein Guzzisti auf einer BMW einen Sitztest macht |
So, un nun kommen wir zum zweiten Teil unserer Reihe, wer sind eigentlich unsere Protagonisten ? Heute sprechen wir über Reto Morini. Mit Benzin im Blut geboren fährt er seit jahrzehnten Motorrad. Ich muss an dieser Stelle etwas abkürzen, da wir uns erst 10 Jahre + kennen. Aber eines kann man wohl sagen. Ich kenne nicht viele, die schon so viel mit dem Motorrad gereist sind wie er. Ob Nord- oder Südeuropa, Afrika, Indien, Nepal und vieles mehr. Spitalaufenthalt wegen zu wenig Sauerstoff Sättigung im Blut (Nepal über 5000 Meter) oder irgendwelche Stories über einsame Wüstertrips. Oder Regenstürme in Schottland, Motorräder in Islands Furten versenkt. Wer mit ihm redet, merkt schnell, da ist passion und nichts anderes als das im Spiel. Es ist wie ein Virus, das auf dich überspringt, wenn du zuhörst. Und das ist wirklich der Hammer. Morini, toll wie Du deiner Leidenschaft nachgehst, weiter so. Da ist nichts falsches dran.
Spicki











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